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Wir bauen neue Hochbeete

Der Herbst ist daaaaaaaa!!!......und das ist die beste Jahreszeit um neue Hochbeete zu bauen!  Im Baumarkt gibt es jetzt Terrassenholz aus Douglasie oder Pinie deutlich günstiger als im Sommer. Und auch der Rasenschnitt der sich über den Sommer angesammelt hat, findet hier Verwendung.

 

Beim Baumarkt bei uns im Ort gibt es Douglasienbretter in den Maßen 300cm x 9,5cm und 2 Meter lange Douglasienbalken in 6x4cm.

Wir kauften also 20 Bretter und 6 Balken und konnten so zwei Hochbeete in der Größe 200 x 100 x 50cm ohne jeglichen Verschnitt bauen.

 

Inkl. der Edelstahlschrauben kostet das Hochbeet knapp 40 Euro und ist schnell gebaut. Im Gegensatz zu den fertigen Bausätzen die es Online oder im Baumarkt gibt, eine echte (..und wahrscheinlich auch langlebigere) Alternative. 

 

Also,....los geht´s...

 

Die auf zwei Meter zugeschnittenen Bretter verschrauben wir an den Enden mit 50cm langen Balken, immer im Abstand von ca 5 mm. In der Mitte haben wir ebenfalls einen Balken zur Stabilität angeschraubt. 

 

Wenn die beiden Seitenwangen fertig sind, werden die restlichen Stücke von 1 Meter Länge an den kurzen Seiten verschraubt und zack,..... da steht ein schönes kompaktes Hochbeet! :-)

 

Ganz bewusst haben wir uns übrigens für die Höhe von nur 50cm entschieden, da die Kids genau so viel Freude am eigenen Gemüse haben wie wir und wir ihnen deshalb eine passende Mithelf- Arbeitshöhe bieten wollten. Und weil Maren und  ich uns noch prima bücken können, stellt es für uns auch kein Problem dar.;-)

Den fertigen Rahmen stellen wir an einen vollsonnigen  Platz. Entgegen vieler Stimmen die eine Behandlung mit Holzschutz empfehlen, haben wir uns ganz bewusst gegen einen Schutzanstrich entschieden.

Zum Einen hält Douglasie auch ohne Lasur über 10 Jahre und defekte Bretter können ganz einfach von Aussen abgenommen und ausgetauscht werden.

Viel wichtiger aber war zum Anderen die Info, dass behandeltes Holz als Sondermüll gilt und wir nur erahnen können, welche Schadstoffe von der Lasur später auf unserem Teller landen können. Also nutzen wir doch lieber reines Holz für den Anbau unserer Lebensmittel.

 

Jetzt können wir die Drainageschicht einfüllen. Hierfür kann man Kies, oder wie wir Äste, Reisig und Weidenschnitt nutzen, der im Herbst im Garten reichlich anfällt.

Ca. 15cm sollte diese unterste Schicht haben. Sie schützt zum einen gegen Wühlmäuse aber auch vor Staunässe.

Hier findet ihr ein paar Bücher für den Einstieg mit dem eigenen Hochbeet


Auf die Äste füllen wir jetzt eine dicke Schicht getrockneten Rasenschnitt und Grün. Man sollte auf keinen Fall frischen Rasenschnitt nehmen....die Verrottung würde ewig dauern...

 

Seid nicht sparsam mit dem Rasenschnitt, denn wenn später der Kompost und die Erde oben drauf kommen, wird die Rasenschicht stark verdichtet und ihr müsst immer mehr Erde einfüllen.

 

Als nächstes haben wir sechs Schubkarren voll mit vorkompostiertem Material eingefüllt. Diese Schicht ist später der Nährboden für das Gemüse, je besser dieser Boden ist, desto üppiger wird die Ernte ausfallen.

Wir haben einen großen Komposthaufen, der über die Jahre gewachsen ist und nun endlich Verwendung findet.

 

Alternativ könnt Ihr auch beim Landschaftsgärtner eures Vertrauens nachfragen, dort gibt es immer was zu holen.

Verteilt die vorkompostierte Erde gleichmäßig und drückt sie etwas fest, das untere Material sackt dadurch etwas zusammen und ihr könnt jetzt sehen,  wie viel Erde noch nötig ist um das Beet zu füllen.

Es sollten nur noch die oberen beiden Bretter frei bleiben für unsere letzte Schicht, die wir jetzt einfüllen.  

Das kann lockerer Mutterboden sein, Humus oder Gartenerde. Auch frischer Pferdemist kann mit untergemischt werden (wenn vorhanden:-). Die Pflanzen werden es euch im nächsten Jahr danken!

 

Wir haben für die oberste Schicht Humuserde vom Landschaftsgärtner geholt. Dort kostete uns der 40 Liter Sack nur 2 Euro. (Im Baumarkt gerne auch mal etwas mehr....!).

 

Das macht sich bemerkbar, denn bei dieser Beetgrösse braucht ihr ca. 400 Liter Erde zum auffüllen.

Wenn die letzte Schicht eingefüllt und gut verteilt ist, könnt ihr direkt im September mit dem ersten Gemüse loslegen....Jippiiiiiie!!!!!:-). Wir haben vorgezogenen Blumen- und Grünkohl in ein Beet gesetzt und unsere Erdbeerpflanzen aus dem Boden in das zweite Beet umgesetzt ,so dass sie im nächsten Frühling riiiiichtig durchstarten können.

 

Jetzt noch ordentlich wässern und der Rest passiert fast von alleine.

 

Es braucht täglich gar nicht viel Zeit und ihr könnt fast das ganze Jahr hindurch eigenes Gemüse ernten und auf den Teller bringen.

 

Besorgt euch einen Hochbeetkalender um zu sehen, wann was am Besten angebaut werden kann.

Wir werden uns für die nächste Saison einen eigenen Anbaukalender schreiben,...dort notieren wir, wann wir was (und wo:-) gepflanzt haben, um die passende Erntezeit genau zu erwischen. ;-) 

 

Jetzt werden wir aber direkt die nächsten Beete bauen, um unseren Bauerngarten bald fertig zu haben! (Maren wird auch viele, viele Stauden- und Blühpflanzen zwischen die Beete setzen,.....das wird toll aussehen!) 

Das alles ist auf jeden Fall eine wirklich tolle Erfahrung und macht auch (oder vor allem) den Kindern einen riesen Spaß. Milou hat den ganzen Tag richtig mitgeholfen,... hat Bretter verschraubt, Schubkarre gefahren und richtig mit angepackt! Sie fand es super!!

Schaut doch mal, ob und wo ihr ein Hochbeet platzieren könnt!:-) Einen Teil seiner Lebensmittel selber anzubauen spart nicht nur Geld, sondern ihr habt auch einen völlig neuen Geschmack auf dem Teller und wisst, dass das Gemüse absolut frei von Schadstoffen ist. Wir können es auf jeden Fall nur weiter empfehlen!

 

Denn... Du bist, was Du isst!

 

In diesem Sinne.... Life is - What YOU make of it!

 

Fotos: Axel Zobel

Text: Maren & Axel Zobel

Model: Milou

Wer keine Möglichkeit zum Selbstbau hat, findet hier auch Bausätze


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